Scheinbar jeden Tag steht die Sonne etwas tiefer am Himmel, hat weniger Kraft. Dafür schmückt sich die Natur noch einmal mit allen möglichen Farben. Ich mag diese Herbstfarben unheimlich gern, das erdige warme Braun der frisch gepflügten Felder, das Orange der Hagebutten, Vogelbeeren und vor allem des Sanddorns, das Gelb der ersten Herbstblätter und das nicht mehr leuchtende Grün der Wiesen und Weiden im Morgenlicht.
Ich bin derzeit im Sammelfieber. Liegt es am bevorstehenden Umzug in die Stadt, am Abschied vom Landleben, der nicht wirklich einer ist, denn die Insel bleibt uns doch sehr nah? Möchte ich Eindrücke und Farben und den Geschmack des Spätsommers mitnehmen in die nächste Zeit? Oder lasse ich mich wieder mehr auf die Jahrezeiten sein, sammle Vorräte für die kalte Jahreszeit wie unsere Vorfahren, die nicht alles jederzeit im Supermarkt kaufen konnten? Ein Zurück zu den Ursprüngen?
Auf jeden Fall macht es Spaß, so oft wie möglich draußen zu sein und dabei den Händen etwas zu tun zu geben.
Als erstes mal ein Versuch zum Thema LandArt.
Ich bin gern mal am Strand, aber ich kann nicht "nur rumliegen". Und wenn die Düne voller Apfelrosen steht, können sie ruhig mal ein paar Früchte opfern.
Zu Hause entstand dann in der letzten Woche ein Kranz aus Rainfarn.
Als Basis habe ich genommen, was ich hatte: 3 Zweige unserer Weide.
Diese hab ich einfach samt Blättern ineinander verschlungen, so dass ein dickerer Kranz entstand.
Mit Blumendraht hab ich dann kleine Sträußchen Rainfarn so festgebunden, dass immer die letzten Drahtwindungen wieder verdeckt waren.
Und nun steht er in meiner Küche auf dem Tisch und bringt ein wenig Sonne ins Haus.
Das Foto ist leider nicht so gelungen, tagsüber schafft es die Sonne nicht mehr so richtig über die noch dichten Bäume und der Blitz meiner Kamera ist nicht wirklich gut.
Was andere so Kreatives zeigen, sammelt Anke an jedem creadienstag.





