Dienstag, 13. August 2013

Die Sache mit der Neugier



Es mag ja so aussehen, als ob ich in den Sommerferien nur im Schwedischen Wald war und sich meine Kreativität auf's Zaubern von einfachen Gerichten bei arg eingeschränkter Küchenausstattung beschränkt hat. Aber das täuscht ein bisschen.

Eine liebe Bekannte oder Freundin eines Freundes hat sich ein Häuschen gekauft und es liebevoll saniert. Auch wenn es bei unserem letzten Besuch noch nicht ganz fertig war, so fand ich es doch wunderschön. 

Was aber noch fehlte, waren Gardinen. Gemeinsam gingen wir von Raum zu Raum. Eigentlich passten klassische Gardinen überhaupt nicht rein. Aber die Fenster sind wie in alten Bauernkaten ziemlich niedrig und das Haus nicht weit weg von der Straße, die zwar nicht sehr befahren ist, aber im Sommer ziehen doch reichlich Touristen an ihrem Haus vorbei.

Gemeinsam kamen wir auf weißen Batist mit Stickerei oder Spitze, aber recht schlicht ... 
was anderes als klassische Kaffeehausgardinen sollte es sein. Eine linke Seite durften die breiteren Gardinen wegen der Straßennähe nicht haben. Und sie sollten jeweils nur die untere Scheibe der Sprossenfester abdecken.

Leider konnte ich sie noch nicht am Fenster fotografieren, da klebte noch die Schutzfolie, weil außen noch jemand an der Fassade arbeiten musste. Also haben wir ein bisschen improvisiert. Und das ist dabei rausgekommen:
  
   
    
   
   Hier habe ich innerhalb eines Kreises senkrechte Linien abgesteppt, dabei mit dem Faden den Stoff ein klein wenig gerafft und unregelmäßig zu diesen Linien Dreiecke eingeschnitten. Die Bügelfalten zum Markieren der gleichmäßigen Abstände müssten inzwischen raus sein, so dass der Kreis besser zur Geltung kommt.
    
     
    
   
Hier konnte ich eine ganz schlichte Klöppelspitze aufnähen und den Stoff darunter wegschneiden, die Gardinen zeigen zur Hofseite.
          
   
  

Diese Gardinen kommen in einen Raum mit recht klarer Ausstattung. So habe ich mich für diese Variante entscheiden. Hier habe ich die Linie mit einem klassischen Zickzackstich, nur etwas dichter als sonst gesteppt und dabei wieder bewusst durch die Fadenspannung etwas Struktur in den Stoff gebracht.
   
  
   
   
Das kann man auf diesem Foto noch einmal besser sehen.


 Außen habe ich alle Gardinen mit Rollsaum versehen. Oben werden sie nur mit einem festen Draht gespannt, die Scheibengardinenstangen fanden wir zu breit dafür.

Inzwischen hängen sie auch an den richtigen Fenstern und ich bin gespannt, wie das fertige Haus jetzt aussieht.

Und da heute (nicht ganz zufällig) Dienstag ist, verlinke ich gleich zu Anke, denn dort ist Creadienstag.
  
 
 

4 Kommentare:

  1. Das kann ich mir gut vorstellen, dass das schön aussieht: bitte Fotos nachreichen! Vielleicht zieh ich Dich zu Rate, sollten wir jemals die geplante Ferienwohnung im Haus meines Schwiegervaters bauen. Obwohl, die wäre über dem Kuhstall, da bräuchten wir wahrscheinlich keine. Mal sehen :-)
    Liebe Grüße, Petra

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  2. Raffiniert!!! Gefällt mir sehr gut. Lieben Gruß Ghislana

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  3. gardinenmonochromie, in weiß noch dazu — ja, so könnte sogar ich mir welche vorstellen bei mir.
    gardinen- und vorhanglose und vor allem liebe grüße!

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  4. Immer wieder schön so eigene Ideen um zu setzen.
    Begeisterte Grüße
    Sheepy

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Ich freu mich über jeden Kommentar, anonyme Kommentare musste ich allerdings abwählen.