Dienstag, 10. Dezember 2013

Ein Lichtlein brennt ...

  
  
  
   
... und noch ein paar mehr. Leider sind sie nicht ganz so geworden wie vorgestellt, aber ich teile meine Lehren gern mit Euch.

Als ich mein Adventsgesteck fertig hatte, lag auf meinem Tisch ein Gemisch aus Tannenadeln und Erlensamen. Das erinnerte mich an meine Sandwiches, die ich aus meinen Herbstblättern gemacht habe, und meine Pläne, Teelichtglaskleider zu basteln.


So verwandelte sich der Esstisch am Abend in einen Arbeitstisch. Eine Schablone war schnell gemacht und untergelegt, das Butterbrotpapier eingepinselt und bestreut, zugedeckt und alles aufgehangen.

Lektion 1: Butterbrotpapier nimmt sehr schnell sehr viel Wasser auf und dehnt sich unheimlich dabei. Es reicht nicht, nur die später genutzten Stellen einzukleistern, die Wellen lassen sich nicht mehr ausgleichen.

Lektion 2: Latex Bindemittel macht das Papier zwar angenehm transparent, aber es hinterlässt zu viel Glanz, da die zweite Lage nach dem Auflegen noch einmal eingepinselt werden muss, damit man die Luft zwischen beiden Lagen gut ausstreichen kann. Tapetenkleister ist doch eindeutig besser.

Lektion 3: Das eingepinselte Papier muss vor dem Belegen und Bestreuen auf der Unterlage gut glattgezogen und -gestrichen werden.

Lektion 4: Moos lässt sich auch nass und ungepresst gut als Sandwicheinlage verarbeiten.

Lektion 5: Eine Esstischlampe mit Quersteg zwischen den Schirmen lässt sich nicht nur wunderschön dekorieren und zum Trocknen diverser Kräuter nutzen, sondern auch für Sandwichpapiere auf Hosenbügeln.
  

    
   
Inzwischen sind die Papiere getrocknet, ausgeschnitten und zusammengebastelt. 

Lektion 6: Butterbrotpapier gefällt mir bei Licht betrachtet auch als Sandwich nicht so besonders ...
   
  


... aber als Dekoration am Abend darf es bleiben.

 Lektion 7: Fotos von Lichtern dieser Art sind unheimlich schwer zu machen, auch das sollte ich noch üben.

Lektion 8: Wie farbecht meine Blätter und Blüten sind, wird sich später zeigen. Dieses Experiment läuft noch.

 
   
   
Bei anderen lief's besser, das könnt Ihr hier bei Anke sehen.

 

Kommentare:

  1. schön wenn es was zu lernen gibt und Deine Gläser finde ich trotz aller Lektionen toll (Fehler sieht man meist sowieso nur selber....)
    Liebe Grüße!
    Karina

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    1. Liebe Karina,

      wahrscheinlich hat die Perfektionistin bei mir mal wieder zugeschlagen ;-)

      Nen lieben Gruß von Antje

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  2. Ah, da sind sie wieder, deine feinen Lichterlein, danke, dass wir mit dir gemeinsam lernen dürfen... verstehe ich dann richtig: für die andren Laternen hast du Schreibmaschinenpapier genommen? liebe Grüße, JULE

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    1. Liebe Jule,

      jetzt muss ich mal ganz schnell korrigieren, an Schreibmaschinenpapier kann ich mich nicht erinnern. Hier habe ich genauso wie für die anderen Sandwiches Butterbrotpapier genommen, aber es ist heute anders als das, was ich aus meiner Kindheit kannte und da verbastelt habe.

      Für die Lampen, die ich mal gezeigt habe, habe ich eine Art dünnes Künstlerpapier genommen, dieses direkt auf den Glaskörper der Lampe geklebt und bis auf die rote Lampe nur einlagig. Das Papier wirkte bei Tageslicht schon ganz anders, wäre für Sandwiches aber zu dick. Und Sandwiches wollte ich für die Teelichtgläser machen, um sie ja nach Saison auswechseln zu können. Die neue Wohnung hat doch weniger Stauraum ...

      Wenn ich diiiie Idee habe und zufrieden bin mit dem Ergebnis, bastel ich mal ne vollständige Anleitung mit "Schnittmuster" in der Hoffnung, dass es die Gläser bei gelb-blauen Schweden noch lange gibt.

      Nen lieben Gruß von Antje

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  3. Hallo,
    also mir gefallen Deine Lichter!
    Ich hatte aber auch schon ganz verschiedenes Butterbrotpapier, das hat mich sehr gewundert.
    Wie das ähnliche aber doch viel Schönere aus dem Bastelladen heißt fällt mir gerade natürlich nicht ein...
    Hab einen schönen Abend! liebe Grüße von Petra

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    1. Hallo Petra,

      mit leuchtender Kerze mag ich sie auch. Für die nächste Runde nehm ich wohl doch lieber Strohseide. So heißt das Papier, das ich für die Lampen genommen habe. Inzwischen hab ich's nämlich rausgekramt.

      Nen lieben Gruß von Antje

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    2. Ja, genau, Strohseide meinte ich auch :-)

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  4. So schöne Lichter! In dieser Art hab ich es noch nicht gemacht. Habe direkt aufs Glas gearbeitet mit in Streifen gerissenem Seiden-, Butterbrot- und Strohseidenpapier. Mit Tapetenkleister. Aber dann kann man das Glas auch nicht mehr "ausziehen" ;-). Lieben Gruß Ghislana

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  5. liebe antje, die lichtermäntelchen sind wunderschön. tolle Idee zur resteverwertung.
    ich habe gerade mit transparentpapier gewerkelt - und glaube, das kommt dem guten alten butterbrotpapier, sehr viel näher. wasser nimmt es zwar auch auf, wird aber kaum faltig....
    viele liebe grüße
    mickey

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