So, pünktlich zum Dienstagabend ist sie noch fertig geworden, auch wenn ich so manches Mal improvisieren musste.
Vor längerer Zeit zog eine gute Bekannte weit weg und hinterlies so einige Dinge, darunter ein paar Aufsteller, mit denen ihr Freund als Kunsthandwerker Schmuck verkauft hatte. Den Rahmen sah man an, dass sie Wind und Wetter ausgesetzt waren. Und die Mitte war mit schwarzem Samt bespannt, auf dem der Schmuck seine Abdrücke hinterlassen hatte.
Eine ganze Weile lagerten sie bei mir auf dem Boden, bis der Bedarf nach einem Zettelsammelboard immer größer wurde. Der Rahmen sollte weiß werden, das war schnell klar bei einer mintfarbenen Wand dahinter. Mehr Kopfzerbrechen bereitete mir der Stoff als Hintergrund.
Es ist ja nicht so, dass ich nicht genug Stoff im Hause hätte. Ich glaube, ich könnte inzwischen das Haus damit einwickeln. Aber was ich auch aus dem Schrank zog ... entweder es passte doch nicht zu Wand und Rahmen oder mir fielen auf Anhieb noch mindestens 3 Dinge ein, die ich dann aus genau diesem Stoff nicht mehr nähen kann, wenn ich eine Ecke für die Pinnwand rausschneide.
Und jetzt bin ich endlich damit fertig geworden. Da ich dank meiner Kissenparade, ein paar zugeschnittenen Kram- und Stiftetäschchen und der letzten Kinderschrankausmistaktion gerade vom Jeansvirus infiziert war, hab ich damit weitergemacht.
Herhalten musste die Beine von 2 Hosen, sorgsam an den Seitennähten aufgetrennt und übereinandergesteppt, so dass immer eine dunkle Nahtzugabe sichtbar bleibt. Unter die Jeans hab ich eine dünne Lage Volumenvlies gebügelt. Und auf die Spanplatte habe ich vorher dünne Korkplatten geklebt, so dass Reißzwecken gut auf der Pinnwand halten.
Noch sieht sie sehr übersichtlich aus, aber das wird sich ganz schnell ändern, wenn die Kinder noch mehr Post aus der Schule mitbringen, demnächst wieder jeder seinen eigenen Bibliothekszettel hat und ich die nächsten kulturellen Höhepunkte aus der Tageszeitung reiße, um sie nicht zu verpassen.
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