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Mittwoch, 1. Juli 2015

Auf ein Wiedersehen ...

  
... im neuen Blog?  




Das Leben ändert sich und wir uns mit ihm. Wer mich ein bisschen besser kennt wird gemerkt haben, dass mein Leben in den letzten 2 Jahren ganz schön bewegt war ... es gab Zeiten, in denen ich nur mit Bildern sprechen konnte, Zeiten der Ideenlosigkeit und Zeiten, in denen die Zeit für die Umsetzung all meiner Ideen nicht gereicht hat und für's Fotografieren bei Tageslicht in der Bude gleich gar nicht.

Mein altersschwaches Notebook hat dazu beigetragen, dass meine Blogrunden bei euch immer weniger wurden, Blogbeiträge mit verzerrten Fotos sind nicht wirklich gut anzusehen. Es gibt derzeit immer noch wichtigeres als ein neues Notebook für mich.

Als Kämpfernatur starte ich aber neu durch. In vielen Nachtstunden und mit Hilfe eines Freundes ist eine eigene Homepage entstanden. Auf ihr sind jetzt all meine Blogs vereint, die meisten Artikel des Jahres sind mit umgezogen und dort wieder sichtbar.

So wie es die "Herrscherin über große und kleine Zahlen" vom Profil nicht mehr gibt, so ist auch die neue Seite keine rein private Seite mehr. Ich habe neue Wege eingeschlagen, meine Kreativität hat einen größeren Stellenwert in meinem Leben eingenommen, vor allem der Upcyclinggedanke nimmt mich gefangen. Die Namensänderung von "Stroh zu Gold" zu "Stroh wird Gold" war ein kleiner Schritt davon. Ein Onlineshop ist im Aufbau, nicht nur für fertige Produkte ... lasst euch überraschen.

Ich würde mich freuen, euch alle auch auf dem neuen Blog von Stroh wird Gold wieder zu sehen ...
  
  
  

Dienstag, 21. April 2015

Black Beauty

   
  

Da lag doch diese schwarze Cordhose zum Ende des Winters noch im Regal und keiner wollte sie haben. So ein tolles Muster ... aber wann trag ich schon mal Hosen? Und wenn ich Hosen trage, dann ganz robuste Jeans.

Aber dieses Muster *seufz* ... da musste ich einfach schwach werden. Passend dazu fand sich in meinen Vorräten auch noch ein Rest schwarzer Cord, denn die schmalen Hosenbeine allein reichten nicht für einen ganzen Rock.
   
  
  
    
   
  
 Und hier flattert er im Wind ... für's Foto stillhalten wollte er einfach nicht :-(.
 
Oben hab ich das Jerseybündchen recht schmal gehalten, dafür aber mit Gummikordel gesichert.
   
 
 
    
   
   
Da die Hosentaschen genietet waren, hab ich den Hosenpo gleich so zerschnitten, dass die Taschen an der gewünschten Stelle gelandet sind.
   
   
       
    
  
  
  Als Zierde und weil ich ja vielleicht doch mal den Fahrradschlüssel festklemme sind noch zwei Gürtelschlaufen auf die Rockfront gewandert.
   
  
 
    
  
    
Von hinten sieht er recht schlicht aus.  
    
    
 
   
   
   Und ab damit zum Creadienstag.
   
  

Dienstag, 20. Januar 2015

für kleine große Jungs

   
   
         
Sonnenlicht und Zeit zugleich, zwei kostbare Güter im Winter. Gelegenheit für Fotos für Menschen ohne Studio und frische Luft für Erna. Erna ist mein Ersatzmodell geworden, auch ein Upcyclingprodukt, entstanden aus einem alten Möbelkarton. Erna hat kein Gesicht wie meine Kinder und damit nichts dagegen, irgendwann später immer noch für alle Welt in den Weiten des www sichtbar zu sein, in Situationen und Sachen, über die sie vielleicht später nur noch mit dem Kopf schüttelt. Außerdem ist Erna sehr geduldig, hält lange still und ist so schlank, dass sie sich nach getaner Arbeit immer wieder in ihre Niesche schieben lässt.
   
      
      
  
    
   
 Heute hab ich Erna einen (okay, für sie doch etwas zu knappen) Sweater für einen Jungen übergezogen, der schon recht hochgewachsen ist, aber doch gern noch Kind, dem die in seiner Größe kaufbaren Sachen oftmals zu cool sind, zu schwarzgrau, zu neonfarben ... aber der das Meer liebt ... und manchmal noch an Shirts hängt, aus denen er längst rausgewachsen ist.   
Grundlage war mal ein Stoff aus meinem Lager und der Schnitt Nr. 40 aus der Ottobre 4/2013.  
       
   
      
       
  
  
  Das verwachsene Lieblingsshirt fiel der Schere zum Opfer, der Druck ziert jetzt die Sweaterfront, der Rest wurde zu Eingriffstaschen. Kindersachen müssen praktisch sein, kleine "Schatztruhen" für gefundene Steine, Schrauben und süße Energiereserven haben, aber auch Krümel und Sand schnell wieder freigeben. 
  
  
 
  
    

   Die Kapuze wird bei diesem Schnitt überlappend eingesetzt und wärmt den Hals besser, eine Gummikordel ist so eingezogen, dass keine Enden an irgendwelchen Klettergeräten hängenbleiben können. Und die Saumnaht wurde mit einem Webband aus dem Bestand verblendet ... noch einmal maritimes.
 
 
So lebt das alte Lieblingsshirt weiter und darf den Jungen noch ein Weilchen begleiten.  

verlinkt mit:
Creadienstag
Werkeltagebuch
  

Dienstag, 13. Januar 2015

gegen kaltes nasses Grau

   
   
   
... vor dem Fenster hilft eigentlich nur warmes Kerzenlicht davor.

War mein Papierupcycling in der Vorweihnachtszeit noch eine Adventsschaukel, 
so zeigt es sich jetzt ganz schlicht und lässt den Blick auch auf das Innenleben frei. 
Gebettet auf feinstem Ostseesand in der Zeit zwischen Tannengrün und Frühlingsblumen 
leuchten meine Kerzen jetzt im Fenster.
 
  
   
   
Die Entstehungsgeschichte hab ich hier bei der Adventschaukel schon ausführlicher gezeigt.
  
  
Verlinkt mit:
 

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Adventsschaukel



Endlich ist sie fertig und gefüllt ... meine Adventsschaukel. Und ein echtes Upcyclingprojekt, denn drin stecken Zeitungsschnipsel, alte Bücher und Kartoffelnetze, ein Rest Tapetenkleister und doch einiges an Zeit. Dazu derzeit noch zwei Tetrapacks für den nassen Steckschaum, bis Weihnachten sind ja noch ein paar Tage ... zum Glück auch, denn die Zeit wird knapp für all meine Ideen ...  
   
  
    
   
  
 Da traf meine Liebe für alte Bücher zusammen mit einem alten Birkenstamm. Und im Regal lag noch ein Liederbuch vom Schwedischen Löppis, extra zum Verbasteln mitgenommen.
    
   
    
   
   Als Form mussten meine Tisch- und Nähpapierkörbe herhalten, verlängert mit Pappe.
   
 
    
   
Innen ging's los mit einer Lage Buchseiten, schön ordentlich und später zeigbar, darauf eine Lage Küchenkrepp und zur Stabilität ein altes Kartoffelnetz.
   
  
    
   
Danach wechseln sich nach Lust und Laune Zeitungen und Marx und Engels ab, zwei Kartoffelnetze hab ich auch noch verbaut. Gezählt hab ich die Schichten nicht ... jeden Abend zur Entspannung zwei oder drei. Am Ende kam dann die Schicht aus dem schwedischen Liederbuch drauf und ich hab alles einmal mit meinem oft gebrauchten Latex-Bindemittel überstrichen und so abwischbar gemacht.
   

    
   
 Das ganze passt so richtig gut auf das Treibholzbrett, dass seit ein paar Tagen in meinem Fenster hängt. Jetzt ist es weihnachtlich gefüllt, aber für die Zeit danach fällt mir garantiert auch noch was ein.
   


Dienstag, 2. Dezember 2014

Der nächste Hosen->Rock

  
  
   
Wer kennt sie nicht, Knielochaufreißer, Fleckenzwerge und Reißverschlusskaries? Alle drei stürzen sich mit Begeisterung auf Kinderhosen und lassen sie nicht wieder los.
  
Dazu kommen noch diese kleinen unsichtbaren Wichte, die in meinem Kleiderschrank ihr Unwesen treiben und Hosen je nach Belieben weiter, meist jedoch enger nähen, ganz still und heimlich versteht sich.
Da kam eines grauen Oktobertages eine ganz schöne Sammlung Upcyclingmaterial zusammen (->Klick)

Also mal wieder eine echte Herausforderung ... sowohl für die Nähmaschine, die so manche alte Naht überqueren musste, als auch für mich, diesmal deutlich mehr tüfteln zu dürfen. Aber genau das macht den Reiz aus und richtig Spaß. Für's erste Projekt hab ich mir nämlich gleich 3 Kinderhosen geschnappt. Aus meinem 8-Bahnen-Schnitt wurden mal breitere und mal schmalere Teile, die am Ende doch wieder ein Ganzes ergaben. Dazu kamen noch jede Menge Steppnähte zum Austoben mit den diversen Zierstichprogrammen.
   
    
   
    
Für die dezente Ballonform sorgt diesmal eine verstellbare Gummikordel genauso wie für etwas mehr Halt am Taillenbündchen.
  
   
    
     
Die Cargotaschen wurden praktisch eingebunden, die Knieabnäher durften einfach bleiben wo sie gelandet waren. Hartnäckige Spuren der Fleckenzwerge ... ich seh sie nicht mehr.
   

    
    
  Und das Knieloch versteckt sich jetzt unter der Gesäßtasche .   
   
  
     
   
Eins der beiden Jeanshosenoberteile könnte demnächst noch eine passende Tasche ergeben ... 
na mal sehen ...
   
   
Verlinkt mit:
   
   
 

   


      


Freitag, 21. November 2014

Weiter geht's zum Thema Hosenrock

   

   Naja, nicht im herkömmlichen Sinne, sondern eher übertragen ... aus Hose wird Rock.

  
Es war einmal eine Hose, die hing so lange im Laden, bis sie für sagenhafte 1,50 € angeboten wurde. Druck und Material gefielen mir, aber nicht als Hose. Wer wie ich in einer Gegend ohne größere Stoffläden wohnt entwickelt wahrscheinlich einen anderen Blick auf Stoff ;-)

Und dieser schon verarbeitete Stoff passte einfach gut zu den alten Jeans in meiner Schnippelkiste ...
  
Dass in einer Hose in Größe 50 gleich Stoff für einen ganzen Rock für mich steckt, hab ich erst beim Zerschneiden gemerkt. 
  
       
    
   
Und weil ich's praktisch mag, haben die Taschen auch wieder einen Platz gefunden, eine vorn ...
   
  
       
   
  
... und eine hinten.  
    
     
 
  

Ich hab mich mal wieder richtig austoben können mit den Ziernähten meiner Nähmaschine.
Es ist sogar noch etwas übrig zum Gestalten der nächsten Jeansstücke.

verlinkt mit art.of.66 
  

  
     

Dienstag, 16. September 2014

Mal wieder ne Kartenbastelei

   

Eigentlich hab ich nur mal wieder Papier für meine Teelichtgläser bestellen wollen, mal wieder neues Papier ausprobieren. Gestern kam das Paket an ... und wie ich das bei Strohseide und ähnlichem gewohnt bin gut verpackt. So war ein Bogen auf Rolle gewickelt und dann wiederum in schönes ockerfarbenes Packpapier eingeschlagen. Als ich alles ausgepackt hatte blieb mir bei diesem Anblick gar nichts anderes übrig als loszubasteln.
  
 
   
   
   
 Geklebt, gerissen und noch mal geklebt, dazu noch ein paar Mohnkrönchen, von denen ich im Sommer zum Glück einige gesammelt und gepresst habe, und schon war sie fertig, die nächste Karte. Erstmal nur eine, aber mehr davon werden folgen.

Auch wenn der Dienstag schon bald vorbei ist schick ich meine Karte noch schnell zu Ankes Creadienstag und Ninas Werkeltagebuch. 

PS: Das Verlinken zum Creadienstag muss ich anderweitig nachholen, mein Notebook will nicht so wie ich :-(
   
  
   
   
 
 
   

Dienstag, 1. Juli 2014

Mal was für's Auto

   
    

Es gab Zeiten, da  hab ich sie leise belächelt, aber eigentlich haben sie mich sogar genervt, die langen dick gepolsterten Gurtschoner mit den Sternen oder Diamanten drauf passend zur Automarke. Sie verhinderten bloß, dass sich der Gurt nach dem Abschnallen allein aufrollte. Überhaupt dieser Kult ums Auto, den mancher betreibt ... meins muss uns zuverlässig von A nach B und wieder zurück bringen und viel Platz haben für all unser Gepäck und das Boot im Sommer und die vielen Schätze, die wir so in Wald und Flur und am Strand sammeln.

 
Manchmal braucht das Auto aber doch mehr als nur Benzin. Und so hab ich kurz vor seinem Geburtstag und dem 100.000sten Kilometer mal genauer hingesehen und ein paar Stellen entdeckt, die erste Spuren von regelmäßiger Belastung zeigen ... mein Gurtschloss fängt an leichte Spuren zu hinterlassen an der Stelle, an der es immer schnell langratscht beim Aussteigen ... frau hat's halt öfter mal eilig.


Aber wofür hab ich denn eine Kiste voller alter Jeanshosen und eine Nähmaschine? Ein Hosenbein genau auf die richtige Länge geschnitten, noch mal halbiert, dazu ein Rest Baumwollstoff. Beides hab ich mit dünnem wattierten Vlies verstärkt, zur Sicherheit abgesteppt, jeweils 2 Klettverschlüsse von früheren Buddelhosen auf die Jeansseite genäht, das Ganze mit Baumwollstoff verstürzt, gewendet und dann die beiden anderen Klettseiten aufgesteppt. Der Saum durfte dabei bleiben.

   

   
     
 
Mein Gurtschoner passt nun ganz genau über den Schlossstopper, der Gurt kann sich vollständig allein aufrollen, aber das Schloss keinen Schaden mehr anrichten.

    Auf geht's zu neuen Touren.

Damit bin ich denn mal wieder dabei 
Ninas Werkeltagebuch macht leider gerade Sommerpause.
  
 

Dienstag, 27. Mai 2014

Lichterparade



Es fängt immer an mit einen neu entdeckten Papier, in diesem Fall der weinroten Strohseide ... dieses Kribbeln in den Fingern. Aber selten reicht das allein. Die Augen gehen auf Wanderschaft in meinem Zimmer und bleiben meistens noch irgendwo hängen. In diesem Fall blieben sie hängen an einem Häufchen frisch getrockneter Rosenblütenblätter und dem Rest der Mohnblüte, die leider nur für eine kurze Zeit bei mir blüte.

Die Teelichtgläser standen schon bereit zusammen mit dem Kleisterpott. Weitere Papiere waren schnell gefunden im großen Stapel gesammelter Seiden- und Einwickelpapiere.

 



Das leicht hellgrüne Seidenpapier zerfiel fast beim Aufkleben, 
aber in seiner Zartheit finde ich es passend zu den Rosenblütenblättchen. 
  
    
    
  
 Noch dünner war das lindgrüne Einwickelpapier vom letzten Flohmarkteinkauf. 
Hach freu ich mich, dass ich davon noch so einiges liegen habe. 
Zusammen mit den Clematissamen leuchtet es richtig toll.
   
   
   
   
Noch einmal Clematissamen, diesmal in der weinroten Strohseide.
   
  
    
Und hier ist sie, meine Mohnblüte, eingebettet in hauchzarte weiße Strohseide.  
     
      

  
   
Mein absoluter Favorit dieser Runde aber ist das kittfarbene Einwickelpapier, 
mit dem ich schon die bunten Flaschen zu Vasen und meine Fotokästen 
verkleidet habe.

Schlicht und zart bei Tageslicht und wunderschön warm abends im Kerzenlicht.
  
 
    
  
 Alle meine Lichter schick ich jetzt gleich zu Ankes Creadienstag und Ninas Werkeltagebuch.
  
   

Dienstag, 15. April 2014

Geschenkkarton und Brötchentüte

   

 
Man nehme was man hat ... und davon hab ich gerade reichlich.

Da wären:
  • diverse Geschenkkartons, die ich mal reichlich eingekauft habe, als die Kinder noch mit schwer einwickelbaren Plastikfiguren als Geschenk zu manchem Kindergeburtstag gingen und das immer sehr spontan und kurzfristig ... so schnell ist die Zeit schon wieder vorbei. Aber die Kartons haben ideale Maße.
  • die Tüten vom nächsten Brötchenladen
  • das Seidenpapier aus den Bücherversandkartons, die ich derzeit reichlich bei meinem Bildungsträger vor dem Container rette, und das schon als Lückenfüller mit auf Reisen war und
  • Tapetenkleister, der derzeit nicht ausgehen darf
     
      
   
   
Schicht 1 sind erstmal die Brötchentüten zum Abdecken des gar zu bunten Designs. Da sie schön glatt sind, dürfen sie innen so bleiben, die Insel am Grund der Kartons gefällt mir sogar richtig gut.
   
   
    
   
Außen hab ich andere Vorstellungen als Werbung und Öffnungszeiten, die nicht mal mehr stimmen.
   Ich stand letztens wirklich mal mit knurrendem Magen vor verschlossener Tür :-(
 
 
    
   
Ich hätte nie gedacht, wie entspannend es sein kann, nach einem Tag mit viel Kopfarbeit abends am Tisch zu sitzen und Schnipsel für Schnipsel mit Kleister schön glattzustreichen.
  
  
Und weil mein Licht am Abend nicht wirklich gut zum Fotografieren ist nehm ich euch mit den fertigen Karteikästen jetzt mit auf meinen Balkon.
    



Da's innen doch ziemlich glatt ist für meinen Zweck kriegen die Karteikästen noch ne Sohle aus Wellpappe, aufgeklebt wiederum auf einen Rest T-Shirt-Pappe.
    
     
   
   
Endlich passende Karteikästen für meine Karten, die ich aber doch lieber im trockenen Zimmer lagere bis zum Verschicken.

Mehr Kreatives gibt's wieder bei Ankes Creadienstag und in Ninas Werkeltagebuch.


 

Dienstag, 8. April 2014

Ich kleister mir ein Blumenbild

   
   

Kleistern kann süchtig machen. Erst geht's klein los, mit einem Tischpapierkorb und ein paar rotlackierten Glasflaschen, in letzter Minute doch vor dem Glascontainer gerettet, dann mit Schmetterlingen aus verwelkten Tulpenblüten und jetzt mit einem Blumenbild.

Basis ist die übrig gebliebene Rückseite eines rahmenlosen Bilderrahmens (oder wie nennt man diese Dinger, bei denen das Bild zwischen Rückwand und Glascheibe mit Clips festgehalten wird). Tja, manches überlebt einen Umzug eben nicht unbeschadet, aber ich mochte das Teil sowieso nicht mehr.

Dazu kam die toll strukturierte Wellpappe aus der Übertopfabteilung des Möbelschweden, die mich schon länger zum Verbasteln gereizt hat, und reichlich Seidenpapier. Seitdem ich beim Einkaufen weitestgehend auf Plastiktüten verzichte wächst mein Vorrat an Seidenpapier erfreulich an. Gekauft sind nur der Tapetenkleister und die drei Glasröhrchen.
   
  
    
   
 Erstmal hab ich alles einschichtig grundiert, die zweite Schicht besteht dann aus unterschiedlichen Schnippseln Ton in Ton. Während des Formens stecken die Glasröhrchen noch gut in Folie. 
   

   
   
   Für die Haltbarkeit musste ich die Röhrchen oben und unten mit Draht verzwirnen ... und dann geduldig warten, bis alles getrocknet ist.
   
   
   
   
 Manche Ecke hab ich noch mal überklebt und den Draht am Ende gegen Bindfadenschliefen ausgetauscht. 
    
   
   
     
Oben sah's noch ein wenig kahl aus, aber da lagen ja noch einige Schätze vom letzten Herbst in der Blumenpresse.

    


Und so sieht es jetzt fertig raus. Mit frischen Blumen drin konnte ich es noch nicht zeigen, ich hatte heute keine passenden Blüten im Haus. Kräftige Blüten müssen es auf jeden Fall sein ... oder trockene Samenstände im Herbst. Auf jeden Fall ist es eine Alternative für Leute wie mich, deren Fensterbretter in Knöchelhöhe nicht wirklich für Blumenvasen geeignet sind und bei denen Blumen auf dem Tisch meistens im kreativen Chaos untergehen ... ich hänge meine Blumen an die Wand ;-)


So, das ist doch ein klassischer Beitrag für Ninas Werkeltagebuch zum Upcyclingdienstag und
 


 

Dienstag, 4. März 2014

Versuch macht klug




Geht es euch auch so? Die Ideen kommen immer erst, wenn die Zeit drängt oder wenn ich meinen Tag eigentlich beenden müsste. 

Vor einer Woche suchte ich noch schnell ein paar runde Bauklötze aus der Kiste im Kinderzimmer, weil ich für den Mustermittwoch Kringel stempeln wollte. Aber dann wurde es spät, meine Stempelbastelei verschoben.

Nun lag mein Material rum ... bis heute kurz nach Mitternacht Nina in ihrem Werkeltagebuch wieder eine Seite weitergeblättert hat.

Und was mache ich? Ich hol mir den Pinsel, meinen Pott Latex-Bindemittel, die Schere und diesmal wirlich Einweghandschuhe, weil ich ab heute die Schulbank drücke und mich nicht ablenken lassen möchte von der sich langsam wieder lösenden Latexhaut.
   
Mein Bindfaden entpuppte sich auch noch als ziemlich störrisch, aber vollgesogen mit viel Kleister ließ er sich kringeln und blieb auch so. Pinsel auswaschen und ab ins Bett.
 
 

   
   

Eigentlich hab ich gedacht, meine Stempel nehmen so getränkt nicht mehr genug Farbe auf.  Andersrum lassen sie sich besser abwaschen für die nächste Farbe.


Schnell ausprobiert ergab sich das dann auf einem Rest Stoff,
wobei ich aus Zeitmangel die Stempel nur mit einem Pinsel dünn eingefärbt habe.
 
  
 


Fazit:
Beim nächsten Versuch werd ich die Farbe auf eine Glasplatte streichen.
Das beste Druckbild ergibt ausgerechnet der Stempel mit der härtesten Schnur.

Mal sehen, wie's weitergeht. Michaelas Kringelmustermittwoch im Februar ist ja vorbei, für den März gibt's ein neues Thema.

Meine Bauklötze haben auf jeden Fall noch eine zweite Seite für einen neuen Versuch ;-)

Was den anderen am Dienstag so eingefallen ist, könnt ihr bei Ankes Creadienstag
 und in Ninas Werkeltagebuch sehen.

 
PS: Vielen vielen Dank für die zahlreichen und lieben Kommentare zu meinem letzten Beitrag, ich war richtig überwältigt.

PPS: Da mein Latex-Bindemittel immer wieder auftaucht und inzwischen Fragen dazu: Ganz früher haben wir es in den billigen Tapetenleim gerührt damit die (meistens Rauhfasertapete) auch beim Überstreichen kleben bleibt. Oder wir haben damit den unteren Tapetenbereich in Küche und Bad übermalt und so abwischbar gemacht ... Fliesen waren ja rar. Das war also alles noch zu Ostmarkzeiten. Jetzt nutze ich diese Eigenschaften weiter, außerdem ist er ein recht preiswerter Bastelleim.




Montag, 24. Februar 2014

zugekleistert

   
   
Ich bekenne, ich bin ein Büchernarr. Und Bücher sind zum Lesen und Anschauen da und wenn sie mir nicht (mehr) gefallen, werden sie ausgesetzt oder anderweitig weitergereicht.

Irgendwann landete jedoch ein Buch bei mir als Leihgabe, "etwas kurzweiliges" versprach die Eigentümerin. Aber ich konnte mich so gar nicht über den Inhalt amüsieren. Und sie wollte es auch nicht wieder zurück. Endlich ein Buch, bei dem ich keine Skrupel hatte, Seite für Seite rauszureißen und zu verbasteln.

Die ersten Seiten wurden zu Tannenbäumen und Sternen für die Weihnachtskarten.
    Aber das Buch war ganz schön dick.
   
Jetzt waren die nächsten Seiten dran. Wo genäht wird, fallen Fusseln an. Ein kleiner Tischmülleimer für den Nähplatz musste her. Grundlage ist eine leere Cappucchinodose, rundherum hab ich Bücherschnipsel geklebt und oben und unten ein Stück Schleifenband.
   
    
    
  
Oben hat die Dose ein kleines Loch bekommen, die Wand einen Nagel und wenn ich den Platz auf dem Nähtisch brauche, wird das Teil mal schnell an die Wand gehangen. Es passt sogar zu den Vorhängen ;-).

  

     
   
  
Wenn die Finger einmal kleben, geht's doch gleich weiter. Beim Umzug tauchten drei weinrote Fläschchen auf, die ich irgendwem irgendwann mal mit selbstgemachtem Likör schenken wollte. Dann blätterte die Farbe ab ... nicht gut für Ess- und Trinkbares.
  
Mit der größten fing ich an, auch sie mit Buchseiten zu bekleben ... nicht ganz leicht, denn das Buch ist aus recht festem Papier. Bei den kleinen Flaschen hatte ich damit von Anfang an schlechte Karten. Da musste Seidenpapier aus dem Schuhkarton her. Getrocknet gefielen sie mir uni aber viel besser. So bekam die große Flasche noch eine neue Haut. Jetzt gefällt sie mir, dezente Schrift darf gern durchleuchten.
 
   

   
   
Alle 3 haben einen Platz auf meinem noch ziemlich leeren Bilderbord bekommen.
Da ich sie nicht mit Tapetenleim, sondern mit Latex Bindemittel bekleistert habe, ist die Hülle wasserfest genug, um sie nicht nur für Trockenblumen nutzen zu können.

Und weil heute wieder Dienstag ist, verlinke ich mit 


Dienstag, 26. November 2013

Abendfein und Fragezeichen

   
   

  Abendfein hat meine Tochter die geborgte Barbie für heute gemacht. Als sich fast alle Mädchen Barbies wünschten, kam ich drumrum. Jetzt, dem Puppenalter entwachsen, wird sie plötzlich interessant ... aber nur als Model. Wozu der Alltag und die Geflogenheiten der (Schul)umgebung keinen Raum lassen, wird in klein an der Puppe ausprobiert.

Das hat viele Vorteile. Es reichen kleinste Stofffitzelchen, die Nähte sind kurz und schnell geschlossen und man muss nicht selber frieren, um bei Tageslicht auf's Foto zu kommen ;-)


  
   
 Auch an Barbie kann man austesten, wo welcher Abnäher hingehört, die Röcke meiner Nachwuchsdesignerin sitzen immer besser.

  
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Die Fragezeichen schicke ich mal ins www.

Irgendwann im vorherigen oder vorvorherigen Leben hatte ich mal viel Zeit zum Stricken. Zumindest kam es mir so vor, als ich die verstaubten Bodenkisten sichtete *schäm*. Aber oftmals kam vor der Vollendung etwas dazwischen. Die vielen bereits investierten Stunden ließen mich die Uvo's doch noch aufheben ... aber jetzt nicht mehr.

Viel Wolle wanderte heute schon in den Frauentreff, die bunten Knäule gehen morgen als Spende in die Schule. 


Der Trend geht ja mittlerweile zum Upcycling und das finde ich gut so. Ich bin kein Freund dieser Wegwerfgesellschaft, auch wenn sich Müll nicht immer vermeiden lässt.

Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, in denen meine Mutter solche Teile wieder aufribbelte, die Wolle gewaschen und dann wieder verstrickt wurde. Neeee, dafür bin ich nicht zu haben, nicht bei diesen Teilen.
Aufheben mag ich sie aber auch nicht mehr. Bevor ich sie nun mit Schwung in die Tonne befördere, frag ich doch lieber Euch noch nach Ideen.
  
Meistens war meine Geduld irgendwo beim Rückenteil erschöpft. 
Bis auf den ersten Pullover sind alle aus einem Garngemisch mit einem Anteil Mohair, aber auch vielen Polydingens, also nicht unbedingt zum Filzen geeignet.
Und keins dieser Teile passt noch zu der Frau, die ich heute bin, selbst wenn die Größe noch stimmen würde.
 

    
   
  
    
   

    
   

    
   
  
    
 
Nun bin ich mal gespannt, was Euch dazu einfällt.

Bei Bedarf packe ich auch ein Päckchen zusammen mit der Restwolle.

Ansonsten heißt es "am Montag kommt die Müllabfuhr und holte den ganzen Plunder ..."


Jetzt noch schnell verlinken und dann bin ich gespannt, was es bei Anke zum Creadienstag und Nina beim Upcycling-Dienstag so zu sehen gibt.