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Donnerstag, 11. Dezember 2014

Adventsschaukel



Endlich ist sie fertig und gefüllt ... meine Adventsschaukel. Und ein echtes Upcyclingprojekt, denn drin stecken Zeitungsschnipsel, alte Bücher und Kartoffelnetze, ein Rest Tapetenkleister und doch einiges an Zeit. Dazu derzeit noch zwei Tetrapacks für den nassen Steckschaum, bis Weihnachten sind ja noch ein paar Tage ... zum Glück auch, denn die Zeit wird knapp für all meine Ideen ...  
   
  
    
   
  
 Da traf meine Liebe für alte Bücher zusammen mit einem alten Birkenstamm. Und im Regal lag noch ein Liederbuch vom Schwedischen Löppis, extra zum Verbasteln mitgenommen.
    
   
    
   
   Als Form mussten meine Tisch- und Nähpapierkörbe herhalten, verlängert mit Pappe.
   
 
    
   
Innen ging's los mit einer Lage Buchseiten, schön ordentlich und später zeigbar, darauf eine Lage Küchenkrepp und zur Stabilität ein altes Kartoffelnetz.
   
  
    
   
Danach wechseln sich nach Lust und Laune Zeitungen und Marx und Engels ab, zwei Kartoffelnetze hab ich auch noch verbaut. Gezählt hab ich die Schichten nicht ... jeden Abend zur Entspannung zwei oder drei. Am Ende kam dann die Schicht aus dem schwedischen Liederbuch drauf und ich hab alles einmal mit meinem oft gebrauchten Latex-Bindemittel überstrichen und so abwischbar gemacht.
   

    
   
 Das ganze passt so richtig gut auf das Treibholzbrett, dass seit ein paar Tagen in meinem Fenster hängt. Jetzt ist es weihnachtlich gefüllt, aber für die Zeit danach fällt mir garantiert auch noch was ein.
   


Dienstag, 8. April 2014

Ich kleister mir ein Blumenbild

   
   

Kleistern kann süchtig machen. Erst geht's klein los, mit einem Tischpapierkorb und ein paar rotlackierten Glasflaschen, in letzter Minute doch vor dem Glascontainer gerettet, dann mit Schmetterlingen aus verwelkten Tulpenblüten und jetzt mit einem Blumenbild.

Basis ist die übrig gebliebene Rückseite eines rahmenlosen Bilderrahmens (oder wie nennt man diese Dinger, bei denen das Bild zwischen Rückwand und Glascheibe mit Clips festgehalten wird). Tja, manches überlebt einen Umzug eben nicht unbeschadet, aber ich mochte das Teil sowieso nicht mehr.

Dazu kam die toll strukturierte Wellpappe aus der Übertopfabteilung des Möbelschweden, die mich schon länger zum Verbasteln gereizt hat, und reichlich Seidenpapier. Seitdem ich beim Einkaufen weitestgehend auf Plastiktüten verzichte wächst mein Vorrat an Seidenpapier erfreulich an. Gekauft sind nur der Tapetenkleister und die drei Glasröhrchen.
   
  
    
   
 Erstmal hab ich alles einschichtig grundiert, die zweite Schicht besteht dann aus unterschiedlichen Schnippseln Ton in Ton. Während des Formens stecken die Glasröhrchen noch gut in Folie. 
   

   
   
   Für die Haltbarkeit musste ich die Röhrchen oben und unten mit Draht verzwirnen ... und dann geduldig warten, bis alles getrocknet ist.
   
   
   
   
 Manche Ecke hab ich noch mal überklebt und den Draht am Ende gegen Bindfadenschliefen ausgetauscht. 
    
   
   
     
Oben sah's noch ein wenig kahl aus, aber da lagen ja noch einige Schätze vom letzten Herbst in der Blumenpresse.

    


Und so sieht es jetzt fertig raus. Mit frischen Blumen drin konnte ich es noch nicht zeigen, ich hatte heute keine passenden Blüten im Haus. Kräftige Blüten müssen es auf jeden Fall sein ... oder trockene Samenstände im Herbst. Auf jeden Fall ist es eine Alternative für Leute wie mich, deren Fensterbretter in Knöchelhöhe nicht wirklich für Blumenvasen geeignet sind und bei denen Blumen auf dem Tisch meistens im kreativen Chaos untergehen ... ich hänge meine Blumen an die Wand ;-)


So, das ist doch ein klassischer Beitrag für Ninas Werkeltagebuch zum Upcyclingdienstag und
 


 

Montag, 24. Februar 2014

zugekleistert

   
   
Ich bekenne, ich bin ein Büchernarr. Und Bücher sind zum Lesen und Anschauen da und wenn sie mir nicht (mehr) gefallen, werden sie ausgesetzt oder anderweitig weitergereicht.

Irgendwann landete jedoch ein Buch bei mir als Leihgabe, "etwas kurzweiliges" versprach die Eigentümerin. Aber ich konnte mich so gar nicht über den Inhalt amüsieren. Und sie wollte es auch nicht wieder zurück. Endlich ein Buch, bei dem ich keine Skrupel hatte, Seite für Seite rauszureißen und zu verbasteln.

Die ersten Seiten wurden zu Tannenbäumen und Sternen für die Weihnachtskarten.
    Aber das Buch war ganz schön dick.
   
Jetzt waren die nächsten Seiten dran. Wo genäht wird, fallen Fusseln an. Ein kleiner Tischmülleimer für den Nähplatz musste her. Grundlage ist eine leere Cappucchinodose, rundherum hab ich Bücherschnipsel geklebt und oben und unten ein Stück Schleifenband.
   
    
    
  
Oben hat die Dose ein kleines Loch bekommen, die Wand einen Nagel und wenn ich den Platz auf dem Nähtisch brauche, wird das Teil mal schnell an die Wand gehangen. Es passt sogar zu den Vorhängen ;-).

  

     
   
  
Wenn die Finger einmal kleben, geht's doch gleich weiter. Beim Umzug tauchten drei weinrote Fläschchen auf, die ich irgendwem irgendwann mal mit selbstgemachtem Likör schenken wollte. Dann blätterte die Farbe ab ... nicht gut für Ess- und Trinkbares.
  
Mit der größten fing ich an, auch sie mit Buchseiten zu bekleben ... nicht ganz leicht, denn das Buch ist aus recht festem Papier. Bei den kleinen Flaschen hatte ich damit von Anfang an schlechte Karten. Da musste Seidenpapier aus dem Schuhkarton her. Getrocknet gefielen sie mir uni aber viel besser. So bekam die große Flasche noch eine neue Haut. Jetzt gefällt sie mir, dezente Schrift darf gern durchleuchten.
 
   

   
   
Alle 3 haben einen Platz auf meinem noch ziemlich leeren Bilderbord bekommen.
Da ich sie nicht mit Tapetenleim, sondern mit Latex Bindemittel bekleistert habe, ist die Hülle wasserfest genug, um sie nicht nur für Trockenblumen nutzen zu können.

Und weil heute wieder Dienstag ist, verlinke ich mit 


Dienstag, 10. Dezember 2013

Ein Lichtlein brennt ...

  
  
  
   
... und noch ein paar mehr. Leider sind sie nicht ganz so geworden wie vorgestellt, aber ich teile meine Lehren gern mit Euch.

Als ich mein Adventsgesteck fertig hatte, lag auf meinem Tisch ein Gemisch aus Tannenadeln und Erlensamen. Das erinnerte mich an meine Sandwiches, die ich aus meinen Herbstblättern gemacht habe, und meine Pläne, Teelichtglaskleider zu basteln.


So verwandelte sich der Esstisch am Abend in einen Arbeitstisch. Eine Schablone war schnell gemacht und untergelegt, das Butterbrotpapier eingepinselt und bestreut, zugedeckt und alles aufgehangen.

Lektion 1: Butterbrotpapier nimmt sehr schnell sehr viel Wasser auf und dehnt sich unheimlich dabei. Es reicht nicht, nur die später genutzten Stellen einzukleistern, die Wellen lassen sich nicht mehr ausgleichen.

Lektion 2: Latex Bindemittel macht das Papier zwar angenehm transparent, aber es hinterlässt zu viel Glanz, da die zweite Lage nach dem Auflegen noch einmal eingepinselt werden muss, damit man die Luft zwischen beiden Lagen gut ausstreichen kann. Tapetenkleister ist doch eindeutig besser.

Lektion 3: Das eingepinselte Papier muss vor dem Belegen und Bestreuen auf der Unterlage gut glattgezogen und -gestrichen werden.

Lektion 4: Moos lässt sich auch nass und ungepresst gut als Sandwicheinlage verarbeiten.

Lektion 5: Eine Esstischlampe mit Quersteg zwischen den Schirmen lässt sich nicht nur wunderschön dekorieren und zum Trocknen diverser Kräuter nutzen, sondern auch für Sandwichpapiere auf Hosenbügeln.
  

    
   
Inzwischen sind die Papiere getrocknet, ausgeschnitten und zusammengebastelt. 

Lektion 6: Butterbrotpapier gefällt mir bei Licht betrachtet auch als Sandwich nicht so besonders ...
   
  


... aber als Dekoration am Abend darf es bleiben.

 Lektion 7: Fotos von Lichtern dieser Art sind unheimlich schwer zu machen, auch das sollte ich noch üben.

Lektion 8: Wie farbecht meine Blätter und Blüten sind, wird sich später zeigen. Dieses Experiment läuft noch.

 
   
   
Bei anderen lief's besser, das könnt Ihr hier bei Anke sehen.

 

Dienstag, 30. April 2013

Ein Licht geht an ...

   
   
... bei mir.

Und dabei merke ich, dass es gaaaar nicht so leicht ist, heuzutage das passende Leuchtmittel zu finden und dann noch ein Foto von der leuchtenden Lampe zu machen. Hier wäre eher eine alte Glühlampe angebracht gewesen, ich bin noch auf der Suche nach einer Alternative.

Aber da heute Creadienstag bei mizoal ist, zeig ich Euch meine Lampe trotzdem.

Basis war die Milchglaslampe vom Schweden, die inzwischen bestimmt jeder kennt.

Dazu hab ich mir nen Pott Latex Bindemittel gekauft und aus leicht transparentem geschöpften Papier das Mäntelchen zugeschnitten, dabei am Umfang 2 cm zugegeben, weil ich nicht wusste, wieviel Mehrlänge durch das Relief benötigt wird.

Einmal kräftig das Glas eingepinselt, dann den Bindfaden in passende Schleifen gelegt ... und es sah noch etwas kahl aus. Wer mich kennt, weiß, dass bei mir ziemlich viel gesammelt wird und nicht alles Gesammelte in die Schränke passt. Mein Blick machte eine Runde durch den Raum und blieb hängen an einer Vase voller Samenstände, die ich als Herbstgefussel mal fotografiert und gesammelt habe. Davon hab ich dann einige auf den frischen Kleber gestreut und das Papier aufgeklebt. Etwas zeitaufwändig war die "Massage", mit reichlich Kleber auf der Papierschicht hab ich dann alle Luftblasen rausmassiert. So ging's dann Seite für Seite weiter, bis ich den Rest vom Zugabestreifen abschneiden konnte. Aber fragt bitte nicht, wie lange ich an den Kleberresten an meinen Händen geschrubbt habe.
    
  


Und so sieht das fertige Teil aus. Etwas duster, deshalb hier noch einmal bei Tageslicht.
  
  
  
  
So mag ich sie ganz gern. Allerdings werde ich bei der nächsten Lampe wieder Tapetenkleister nehmen. Latex Bindemittel trocknet zwar schön weg, hinterlässt aber einen leichten Glanz, der dem Naturpapier jetzt ein bisschen seinen Charme genommen hat.
 

Montag, 25. März 2013

Ostereierkleisterei



 ... war meine abendliche Beschäftigung in den letzten Tagen. Ich wollte einfach mal wieder rumkleistern, mit Papierresten gestalten.
    
   
    
   
Nachdem die ersten drei ihre Grundierung hatten, kam die Lust auf mehr. Und gleichzeitig Geschenke mit viel Papierverpackung rundherum.
   
    
      
   
So sehen sie jetzt aus und können gefüllt werden.  Hoffentlich findet der Osterhase am Wochenende ein halbwegs trockenes Plätzchen, im Garten ist es noch ziemlich weiß.


 
   
   

Dienstag, 19. März 2013

Kleisterei ...




... ist derzeit angesagt. Und kreatives Chaos ... Wer einen Blick in meine Wohnung erhaschen kann, kann das nicht übersehen.

Eigentlich hatte ich versprochen, heute die fertigen Jeans-Cord-Kissen zu zeigen. Der Wille war da, aber die Zeit begrenzt. Und dann hoppelte jeden Tag in mindestens einem Blog hier ein Osterhäschen rum und erinnerte mich daran, dass sich zu Ostern diesmal die Familie trifft.

Dafür hopsten letztens beim Einkaufen ein paar Pappeier zum Füllen in meinen Wagen. Sehr modern im Pünktchendesign, sogar in den aktuellen Farben, nur passen diese Farben nicht wirklich zu uns und auch nicht in die Wohnung meiner Eltern. Überkleben war angesagt. Tapetenkleister ist schnell angerührt.
           
                  
        
      
 Endlich ist die erste Lage trocken ... zum Grundieren habe ich einfach Toilttenpapier genommen.
         
           
          
             
Für Lage 2 habe ich verschiedene Seidenpapiere aus meiner Sammelschublade gekramt. Das dunkle Orange gefällt mir ganz gut. Weniger gelungen (und deshalb gar nicht erst gezeigt) finde ich die Kombination aus weißem Seidenpapier mit getrockneten Tulpenblütenblättern. Die haben ziemlich Farbe abgegeben, erstaunlicherweise nicht rot, sondern graugrün. Aber was ich hier zeigen kann, ist sowieso erst ein weiterer Zwischenschritt, ein paar Abende hab ich noch und der Kleisterpott ist auch noch ziemlich voll.
              
               
           
                   
Seit den Februarferien wartete auch dieses Projekt auf meine Kleisterei. Basis war die Tischlampe aus dem gelb-blauen Möbelhaus, die es im Januar schön preiswert in rot gibt. Bei meiner Mama steht ein weißes Exemplar, beklebt mit rohweißem Naturfaserpapier und sehr zarten Klöppelspitzenresten. Ein Foto hab ich leider nicht, ich werd's beim nächsten Besuch nachholen.
Der spätere Empfänger dieser Lampe steht dagegen mehr auf warme bunte Farben. So bot sich die rote Lampe als Untergrund geradezu an. Darauf rote, gelbe und rohweiße Papierstreifen. Die Flächen sind mir noch etwas zu groß, hier fehlt noch etwas. Und kleine goldene Akzente sollen auch noch folgen. Blattgold liegt auch schon bereit.
 Ihr müsst Euch also noch ein bisschen gedulden. Da am nächsten Montag die Lampe auf Reisen geht, kann ich sie am Dienstag zeigen, die Ostereier auch und als Füllung ist auch noch was aus Stoff angedacht. 
 Was bis heute noch so alles kreativ geschaffen wurde, sammelt Anke hier wieder für uns.