Sonntag, 25. August 2013

Gesammeltes

   
   
   Auch wenn die Tage deutlich kürzer werden, die Abende kühler, so mag ich den Spätsommer unheimlich. Nachdem alle Beeren im Garten geerntet sind, kommt eine andere Entezeit ... die der Früchte zum Basteln.

Ja man kann es nicht leugnen, auch ich bin ein Nachfahre der Jäger und Sammler. Das Jagen überlasse ich anderen, aber Sammeln mag ich sehr. Mal sind es Steine vom Strand, mal sind es Blüten zum Trocknen, jetzt ist Zeit der Samen und Samenkapseln.

Und so kam ich gestern mit meinem Fahrrad an einigem nicht vorbei, ohne es zu Sammeln.

Als erstes sammelte ich aber für meinen Rügenfotoblog Himmelsbilder

Am Feldrand standen noch Mohnkapseln. Die mussten auf jeden Fall mit.
  
  


Was daraus wird, zeig ich Euch später. 

 Dann stand reichlich Seifenkraut am Wegrand. Mal sehen, ob es klappt, daraus Shampoo zu machen. Die nächsten Pfadfindertouren stehen an.


    
   
Und zu den Eicheln fällt mir auch was ein ... ganz bestimmt ...


Dienstag, 20. August 2013

Creadienstag mit gelben Fingern

   
   
Immer mal wieder versuche ich mich im Färben von Wolle und Stoffen, bisher jedoch nicht wirklich mit großem Erfolg. Ich muss aber zugeben, dass ich mehr nach Gefühl färbe und nur die Chemie wiege und keine Färbeprotokolle führe und hin und wieder auch vergesse, dass das Kraut unbehandschuhte Hände kräftig mitfärbt :-O

Im letzten Jahr habe ich bei Freunden Walnussschalen aufsammeln können und kalt ein paar Stoffstücke gefärbt, aber auch ein paar Stücke eines sich aufdröselnden Schaffells. Letzteres hat so eine tolle Farbe bekommen, dass ich jetzt schon angefangen habe, die ersten runtergefallenen Walnussschalen zu sammeln. Meine Eltern haben Obst und Gemüse in der Kühltruhe, bei mir sind es zu zeitig vom Baum gefallenen Walnüsse.

Aber bis genug Walnüsse zusammen sind, dauert es noch ein Weilchen. Dafür blüht hier an vielen Orten die Goldrute in voller Pracht.


    

Ich hoffe, die Hummeln werden immer noch satt, auch wenn ich ihnen ein Bund weggeschnitten habe.
    
    
     
   
Im ersten Färbebad durfte ein großes Stück Baumwollstoff baden. Gebeizt hab ich es vorher nur mit Alaun. Ganz gleichmäßig ist es nicht geworden, dafür war mein Topf wohl nicht groß genug. Aber ich mag es so, so sieht es lebendiger aus. Ideen, was ich daraus mache, hab ich einige. Mal sehen, welche ich davon umsetze und vor allem wann.
  

     
Für dieses apricotfarbene Stück Bouretteseide rührte ich mir extra Kaltbeize an. Darauf gestoßen bin ich hier. Ich mag Bouretteseide sehr, weiß aber nicht mehr, welcher Teufel mich geritten haben muss, als ich mir vor ein paar Jahren ein Stück in dieser Farbe kaufte, das geht eigentlich gar nicht an mir. Aber das Material ... seufz. Also ab damit ins Färbebad.


  
   
 Entgegen diverser Empfehlungen habe ich auch bei der zweiten Färbeflotte nur den abgegossenen Sud genommen. In der Zwischenzeit habe ich einen Teil des ausgekochten Krautes einfach auf ein (auch nur mit Alaun gebeiztes) weißes T-Shirt gepackt, alles schön zusammengerollt und das Shirt im restlichen Kraut über Nacht gelagert.

Am nächsten Morgen sah es dann so aus ... 
 

   

... und nachdem der Färbetopf wieder frei war, kochte ich das Shirt einfach zusammen mit dem Kraut.


   Inzwischen hängen die Stoffe auf der Leine. Groß ist der Farbunterschied bei der Seide nicht geworden (und in der Realität scheint mir die Farbe jetzt etwas kräftiger als auf dem Foto), aber der Gelbanteil macht sie für mich tragbar. Mal sehen, vielleicht färbe ich noch mal nach, neues Kraut ist inzwischen schon ausgekocht.
   
   
    
   
Beim T-Shirt hat sich die Farbe in der Sonne noch ein bisschen verändert, bekam einen Stich in Richtung oliv und die Konturen der Fecken wurden stärker. Aber nur auf der linken Seite, man sieht es ein bisschen im Ausschnitt. Gewendet ist es wieder leuchtend gelb. 


    
 
 Ich hab es noch mal gespült und werd es noch mal ein paar Stunden in die Sonne hängen.
   Trotz kleiner Patzer findet meine Tochter ihr Shirt jetzt richtig cool.

Und weil es mir so fleckig auch gefällt, wird der hellgelbe Jersey, mit dem ich ahnungslos mal ungebeizt Färben probiert hatte, gebeizt und auch mit Kraut eingewickelt ;-)

Nun bin ich mal gespannt, wann ich bei Ankes Creadienstag verlinken kann, denn da gibt's dienstags immer ganz viel kreatives zu bestaunen.

Jetzt geht's zu Anke.

  

Dienstag, 13. August 2013

Die Sache mit der Neugier



Es mag ja so aussehen, als ob ich in den Sommerferien nur im Schwedischen Wald war und sich meine Kreativität auf's Zaubern von einfachen Gerichten bei arg eingeschränkter Küchenausstattung beschränkt hat. Aber das täuscht ein bisschen.

Eine liebe Bekannte oder Freundin eines Freundes hat sich ein Häuschen gekauft und es liebevoll saniert. Auch wenn es bei unserem letzten Besuch noch nicht ganz fertig war, so fand ich es doch wunderschön. 

Was aber noch fehlte, waren Gardinen. Gemeinsam gingen wir von Raum zu Raum. Eigentlich passten klassische Gardinen überhaupt nicht rein. Aber die Fenster sind wie in alten Bauernkaten ziemlich niedrig und das Haus nicht weit weg von der Straße, die zwar nicht sehr befahren ist, aber im Sommer ziehen doch reichlich Touristen an ihrem Haus vorbei.

Gemeinsam kamen wir auf weißen Batist mit Stickerei oder Spitze, aber recht schlicht ... 
was anderes als klassische Kaffeehausgardinen sollte es sein. Eine linke Seite durften die breiteren Gardinen wegen der Straßennähe nicht haben. Und sie sollten jeweils nur die untere Scheibe der Sprossenfester abdecken.

Leider konnte ich sie noch nicht am Fenster fotografieren, da klebte noch die Schutzfolie, weil außen noch jemand an der Fassade arbeiten musste. Also haben wir ein bisschen improvisiert. Und das ist dabei rausgekommen:
  
   
    
   
   Hier habe ich innerhalb eines Kreises senkrechte Linien abgesteppt, dabei mit dem Faden den Stoff ein klein wenig gerafft und unregelmäßig zu diesen Linien Dreiecke eingeschnitten. Die Bügelfalten zum Markieren der gleichmäßigen Abstände müssten inzwischen raus sein, so dass der Kreis besser zur Geltung kommt.
    
     
    
   
Hier konnte ich eine ganz schlichte Klöppelspitze aufnähen und den Stoff darunter wegschneiden, die Gardinen zeigen zur Hofseite.
          
   
  

Diese Gardinen kommen in einen Raum mit recht klarer Ausstattung. So habe ich mich für diese Variante entscheiden. Hier habe ich die Linie mit einem klassischen Zickzackstich, nur etwas dichter als sonst gesteppt und dabei wieder bewusst durch die Fadenspannung etwas Struktur in den Stoff gebracht.
   
  
   
   
Das kann man auf diesem Foto noch einmal besser sehen.


 Außen habe ich alle Gardinen mit Rollsaum versehen. Oben werden sie nur mit einem festen Draht gespannt, die Scheibengardinenstangen fanden wir zu breit dafür.

Inzwischen hängen sie auch an den richtigen Fenstern und ich bin gespannt, wie das fertige Haus jetzt aussieht.

Und da heute (nicht ganz zufällig) Dienstag ist, verlinke ich gleich zu Anke, denn dort ist Creadienstag.
  
 
 

Donnerstag, 8. August 2013

Urlaubssalat

   
   
Es ist Donnerstag und ich hab's im Urlaub mal geschafft, ein schnelles und recht preiswertes Gericht nicht nur zu machen und zu genießen, sondern bei bestem Licht auch noch Fotos davon zu machen.

Wer meinen Blog Fotoblicke verfolgt, weiß längst, dass wir Campingurlaub in Schweden gemacht haben. Das hat den Nachteil, dass ich meinen Salat auf Plastiktellern anrichten musste, aber den großen Vorteil, dass es keine chaotische Küche im Hintergrund gibt, sondern der große Holztisch Platz genug bietet, nach dem Waschen und Brutzeln und Anrichten einfach einen Meter weiterrutschen zu können zum Fotografieren und Essen.
  
   
  

 Unser Essen war ein halbwarmer Salat aus dem, was es am Gemüsestand gab und was am Vortag übrig blieb. Also Salatblätter, Tomaten, die Pellkartoffeln vom Vortag und Lauchzwiebeln.
  
   
  

 Dazu kurz angebraten Zucchinischeiben und ein Paket Halloumi. Die Schüssel gehört nicht zum Campinggeschirr, ich fand sie aber beim Stöbern in einem der zahlreichen Löppis einfach unwiderstehtlich.
  
  
    
   
 Da hatte ich doch vorhin glatt was vergessen ... Knobi muss auch mit drauf.  
  

   
   
Jetzt gewürzt mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer, dazu ein bisschen Olivenöl (erst jetzt, damit die Kartoffeln nicht so viel aufsaugen und es so fett wird), alles Warme obendrauf und fertig.

Bei Hanna gibt's bis jetzt noch keinen Post zum Thema, sie hat gerade genug anderes zu tun und das kann ich auch gut nachvollziehen. Aber vielleicht sammelt sie ja später die Beiträge für ihr Kochbuch zur Aktion


 oder ich animiere Euch zum Nachmachen. Dann lasst es Euch schmecken ...


Dienstag, 25. Juni 2013

aus alt mach neu

   
    

Erstmal ein großes Dankeschön für Eure lieben Kommentare zum letzten Post. Hach die Zeit rennt im Moment einfach nur so davon.


Angekündigt hatte ich es ja letztens schon ... das Shirt für meine Tochter. Fertig ist es auch geworden. Nur leider hatte meine Tochter vor ihrer Abreise in die Ferien keine Zeit für ein schönes Foto. Also ausnahmsweise mal ein Foto vom Shirt flach auf dem Bett, besser krieg ich's spät am Abend leider nicht hin. Schief sieht es auch aus, aber das liegt nur so, getragen ist es gerade.


    
   
 Eigentlich wollte ich mein altes Shirt nur zerschnippeln, um einen Schnitt für meine Tochter auszuprobieren. Diese eingewirkten Streifen waren nicht mehr mein Ding. Aber dann lag da in meinem Blickfeld dieses dünne flattrige ausgemusterte Herrenhemd, welches mir meine Mutter mal zum Zerschneiden mitgegeben hat.
     
 
  
  
Es rief förmlich danach, zur Rüsche zu werden. 
 

  
  
 Übrig blieb dann dieses Stück, dazu ein paar andere Reste und ganz zum Schluss noch ein Probedruck, bei dem ich aus einem Tetrapack einen Stempel machen wollte, aber das funktionierte auf Stoff nur halb. So kam die Plusterfarbe noch dazu.


    

Der rechte Ärmel bekam den allerletzten Rest Rüsche, dazu ein paar Ziernähte und damit es etwas cooler wirkt, hab ich die Ärmelsäume einfach aufgeschnitten.

 


Das hatte den Vorteil, dass der Saum nicht mehr wellt und ich konnte den Originalsaum lassen.

 Mehr Projekte gibt es heute wieder zum Creadienstag und in Ninas Werkeltagebuch.

 


Dienstag, 18. Juni 2013

Ein Täschchen und noch eins und noch eins

   
   
Ich habe gerade festgestellt, dass mein letzter Beitrag in diesem Blog schon 5 Wochen her ist. Dabei kam es mir gar nicht so vor, als hätte ich in dieser Zeit weder genäht oder gebastelt.

Naja, nicht jedes geflickte Hosenknie ist zeigenswert (und davon gab's genug), auch nicht, wenn ich das Loch und den Rest des Hosenbeins darunter einfach abgeschnitten habe. So kamen wir in diesem Frühjahr wenigstens um den Kauf von kurzen Hosen drumrum.

Zwei Röcke sind in Arbeit und warten noch auf Fertigstellung, so richtig mit Reißverschluss und Futter drin. Ein einfacher Jerseyrock ist fertig geworden, aber zum Foto hat's noch nicht gereicht. Soeben unter der Nadel hervorgekrochen ist ein Shirt für's Tochterkind, aber auch das muss noch fotografiert werden, dafür reicht das Licht jetzt nicht.

Aber ich hab letzte Woche die Abendsonne ausgenutzt und die Täschchen fotografiert, die in letzter Zeit auch entstanden sind.
     



Basis waren mal wieder die Jeans- und Cordflicken, die ich schon vor längerer Zeit aus diversen Hosenbeinen geschnitten und von denen ich schon einige zu Kissen für's Jungszimmer verarbeitet hatte. Ich hab noch reichlich davon.
Diesmal sollte es aber teilweise farbenfreudiger werden.
  

    
  
   Immer zwei Quadrate und ein halbes ergaben genau das richtige Maß, dazu brauchte ich nur noch den Boden aus Streifen und das Futter zuschneiden. Und wieder dient so manche Zier- und Steppnaht gleichzeitig der Stabilisierung der Nahtzugabe in der richtigen Richtung, damit es später nicht knubbelt.     
   
  


    
   
  
Dieses hier hat sich meine Tochter auch gleich ausgesucht. Man sieht es, es ist ihr Stiftetäschchen geworden, der erste Klecks hat sich schon verewigt ;-)

Die anderen beiden wandern in die Geschenkeschublade und werden in nächster Zeit noch ergänzt.
   
  
  
  
Ich ahne schon, welches sich mein Lütter aussucht und welches demnächst auf Reisen geht. Aber das kann ich heute ja noch nicht verraten.  
    
   
   
  
 Hier noch einmal alle 3 von der Rückseite.
 
  
  

Und den Beitrag verlinke ich gleich mit Nina vom Werkeltagebuch und Anke als Sammlerin zum Creadienstag. Vielen Dank Euch beiden für Eure Mühe.

Dienstag, 14. Mai 2013

Pinnwand

   
   
   So, pünktlich zum Dienstagabend ist sie noch fertig geworden, auch wenn ich so manches Mal improvisieren musste.
 
 Vor längerer Zeit zog eine gute Bekannte weit weg und hinterlies so einige Dinge, darunter ein paar Aufsteller, mit denen ihr Freund als Kunsthandwerker Schmuck verkauft hatte. Den Rahmen sah man an, dass sie Wind und Wetter ausgesetzt waren. Und die Mitte war mit schwarzem Samt bespannt, auf dem der Schmuck seine Abdrücke hinterlassen hatte. 

Eine ganze Weile lagerten sie bei mir auf dem Boden, bis der Bedarf nach einem Zettelsammelboard immer größer wurde. Der Rahmen sollte weiß werden, das war schnell klar bei einer mintfarbenen Wand dahinter. Mehr Kopfzerbrechen bereitete mir der Stoff als Hintergrund. 

Es ist ja nicht so, dass ich nicht genug Stoff im Hause hätte. Ich glaube, ich könnte inzwischen das Haus damit einwickeln. Aber was ich auch aus dem Schrank zog ... entweder es passte doch nicht zu Wand und Rahmen oder mir fielen auf Anhieb noch mindestens 3 Dinge ein, die ich dann aus genau diesem Stoff nicht mehr nähen kann, wenn ich eine Ecke für die Pinnwand rausschneide.
  
  
  
  
Und jetzt bin ich endlich damit fertig geworden. Da ich dank meiner Kissenparade, ein paar zugeschnittenen Kram- und Stiftetäschchen und der letzten Kinderschrankausmistaktion gerade vom Jeansvirus infiziert war, hab ich damit weitergemacht.

Herhalten musste die Beine von 2 Hosen, sorgsam an den Seitennähten aufgetrennt und übereinandergesteppt, so dass immer eine dunkle Nahtzugabe sichtbar bleibt. Unter die Jeans hab ich eine dünne Lage Volumenvlies gebügelt. Und auf die Spanplatte habe ich vorher dünne Korkplatten geklebt, so dass Reißzwecken gut auf der Pinnwand halten. 

Noch sieht sie sehr übersichtlich aus, aber das wird sich ganz schnell ändern, wenn die Kinder noch mehr Post aus der Schule mitbringen, demnächst wieder jeder seinen eigenen Bibliothekszettel hat und ich die nächsten kulturellen Höhepunkte aus der Tageszeitung reiße, um sie nicht zu verpassen.

Mehr Projekte könnt Ihr bei mizoal zum Creadienstag und in Ninas Werkeltagebuch sehen.